Ein QR-Code ist ein quadratischer Barcode aus schwarzen und weißen Feldern, der Informationen wie eine Internetadresse, WLAN-Zugangsdaten oder eine Visitenkarte speichert. Halten Sie die Handykamera darauf, entschlüsselt das Smartphone das Muster in Sekundenbruchteilen und bietet an, den Link oder die Aktion zu öffnen. „QR" steht für Quick Response, also „schnelle Antwort".
Dieser Ratgeber erklärt, was in den kleinen Quadraten steckt, wie Sie einen QR-Code scannen und wie Sie selbst einen erstellen.
Woher QR-Codes kommen
QR-Codes wurden in den 1990er-Jahren von Denso Wave entwickelt, einem japanischen Unternehmen, das Autoteile in Fabriken schneller erfassen wollte. Herkömmliche Strichcodes, wie man sie von Supermarktprodukten kennt, speichern nur eine kurze Zahl und müssen in einer Richtung gelesen werden. Ein QR-Code ist dagegen zweidimensional: Er speichert Daten horizontal und vertikal, fasst dadurch viel mehr Inhalt und lässt sich aus nahezu jedem Winkel lesen.
Denso Wave entschied sich, sein Patent nicht durchzusetzen. Das Format wurde zu einem offenen internationalen Standard, was die weltweite Verbreitung stark begünstigte.
So funktioniert ein QR-Code
Ein QR-Code wirkt zufällig, doch jedes Element hat eine Aufgabe. Wenn Sie genau hinsehen, erkennen Sie die meisten dieser Bestandteile:
- Positionsmarken: die drei großen Quadrate in den Ecken. Sie zeigen dem Scanner, wo der Code liegt und wie herum er ausgerichtet ist.
- Ausrichtungs- und Taktmuster: kleinere Quadrate und gepunktete Linien, mit denen die Kamera Neigung, Wölbung und Abstand ausgleicht.
- Datenmodule: die vielen kleinen schwarzen und weißen Felder. Jedes steht für ein Bit, zusammen ergeben sie Ihren Text oder Link.
- Fehlerkorrektur: zusätzliche, berechnete Daten, dank derer der Code auch dann noch lesbar ist, wenn er verschmutzt, zerkratzt oder teilweise von einem Logo verdeckt ist.
- Ruhezone: der leere weiße Rand um den Code. Fehlt er, findet der Scanner den Anfang des Codes nur schwer.
QR-Codes gibt es in verschiedenen Größen, sogenannten Versionen: vom kleinen Raster mit 21 mal 21 Modulen bis zum großen mit 177 mal 177 Modulen. Je mehr Daten Sie hineinpacken, desto mehr Module braucht der Code und desto dichter wirkt er. Deshalb ergibt ein kurzer Link einen klareren, leichter scannbaren Code als ein langer.
Was ein QR-Code speichern kann
Im Kern speichert ein QR-Code einfach Text. Ihr Smartphone entscheidet anhand des Formats, was damit geschehen soll. Typische Inhalte sind:
- eine Internetadresse (URL), die sich im Browser öffnet
- WLAN-Name und Passwort, sodass Sie sich ohne Tippen verbinden
- eine Kontaktkarte (vCard), die Sie direkt im Adressbuch speichern
- eine Telefonnummer, eine SMS oder eine E-Mail mit vorausgefülltem Text
- reiner Text, etwa eine Seriennummer oder eine kurze Notiz
- Zahlungsdaten, zum Beispiel ein GiroCode auf einer Rechnung oder ein thailändischer PromptPay-QR-Code
So scannen Sie einen QR-Code
Die meisten aktuellen Smartphones lesen QR-Codes ohne zusätzliche App. Der übliche Ablauf:
- Öffnen Sie die Kamera-App Ihres Smartphones.
- Richten Sie sie so auf den QR-Code, dass das ganze Quadrat samt weißem Rand im Bild ist.
- Halten Sie das Handy kurz ruhig. Eine Einblendung zeigt den Link oder die Aktion an.
- Lesen Sie, was dort steht, bevor Sie tippen.
- Tippen Sie nur, wenn das Ziel stimmig aussieht.
Reagiert die Kamera nicht, suchen Sie in den Einstellungen nach einer Option zum Scannen von QR-Codes, oder nutzen Sie den Scanner in Ihrer Banking- oder Messenger-App. Sie können einen QR-Code auch online scannen, etwa von einem Screenshot oder Foto. Der Scanner von QR-TH liest den Code direkt im Browser und zeigt Ihnen das Ziel, bevor sich etwas öffnet. Das ist praktisch, wenn Sie bei einem Code unsicher sind.
Wofür QR-Codes genutzt werden
Weil sie kostenlos erstellt und leicht gescannt werden können, sind QR-Codes im Alltag allgegenwärtig. Besonders häufig begegnen sie uns hier:
- Speisekarten und Bestellungen in Restaurants und Cafés
- Zahlungen, etwa per Banking-App oder GiroCode auf Rechnungen
- WLAN teilen, ohne ein langes Passwort vorzulesen
- Visitenkarten, die Ihre Kontaktdaten mit einem Tippen speichern
- Marketing auf Plakaten, Flyern und Verpackungen, die zu einer Website oder einem Angebot führen
- Tickets und Bordkarten für Veranstaltungen und Reisen
- Produktinformationen, Bedienungsanleitungen und Garantieregistrierung
Statische und dynamische QR-Codes
Ein statischer QR-Code speichert den endgültigen Inhalt direkt im Muster. Er funktioniert für immer und braucht keinen Dienst im Hintergrund, lässt sich nach dem Druck aber nicht mehr ändern. Ein dynamischer QR-Code speichert einen Kurzlink, der auf Ihr eigentliches Ziel weiterleitet. Sie können das Ziel später ändern und sehen, wie oft der Code gescannt wurde, ohne etwas neu drucken zu müssen.
Drucken Sie etwas, das länger im Einsatz bleibt, etwa eine Speisekarte oder ein Ladenschild, ist ein dynamischer Code meist die flexiblere Wahl. Unser Ratgeber statische vs. dynamische QR-Codes erklärt, wann sich welcher Typ eignet.
Sind QR-Codes sicher?
Ein QR-Code selbst ist nur Information und kann Ihrem Smartphone durch das bloße Scannen nicht schaden. Das Risiko liegt im Ziel. Weil Menschen einen QR-Code nicht mit bloßem Auge lesen können, kleben Betrüger manchmal gefälschte Codes über echte oder verschicken sie per E-Mail, in der Hoffnung, dass Sie auf einer gefälschten Anmelde- oder Bezahlseite landen.
Ein paar Gewohnheiten schützen Sie:
- Lesen Sie immer die Link-Vorschau, bevor Sie tippen.
- Seien Sie vorsichtig bei Codes, die über andere Codes geklebt wurden, besonders an Parkautomaten und Bezahlschildern.
- Geben Sie nie Passwörter oder Kartendaten auf einer Seite ein, die Sie über einen unbekannten QR-Code erreicht haben.
- Prüfen Sie bei jeder Zahlung per QR-Code den Empfängernamen, bevor Sie bestätigen.
Die typischen Warnzeichen erklärt unser Ratgeber zu QR-Code-Betrug und Quishing.
So erstellen Sie Ihren eigenen QR-Code
Einen QR-Code zu erstellen dauert etwa eine Minute:
- Legen Sie fest, was der Code tun soll, zum Beispiel einen Link öffnen, WLAN teilen oder einen Kontakt speichern.
- Geben Sie die Daten in einen QR-Code-Generator ein.
- Wählen Sie statisch oder dynamisch und passen Sie bei Bedarf Farben an oder fügen Sie ein Logo hinzu.
- Laden Sie das Bild herunter und testen Sie es mit zwei oder drei verschiedenen Smartphones.
- Drucken Sie den Code mit deutlichem weißem Rand und in einer Größe, die sich bequem scannen lässt.
Mit dem kostenlosen QR-Code-Generator von QR-TH wählen Sie aus 29 QR-Typen, und wer Ihren Code scannt, sieht danach keine Werbung.
FAQ
Brauche ich eine App, um einen QR-Code zu scannen?
Meist nicht. Die meisten aktuellen iPhones und Android-Smartphones lesen QR-Codes direkt mit der Kamera-App. Falls Ihres das nicht kann, helfen ein Online-Scanner oder der Scanner in vielen Banking- und Messenger-Apps.
Laufen QR-Codes ab?
Ein statischer QR-Code läuft nie ab, weil der Inhalt im Muster selbst steckt. Ein dynamischer QR-Code funktioniert so lange, wie der Dienst hinter dem Kurzlink diesen aktiv hält.
Kann ein QR-Code mein Handy mit einem Virus infizieren?
Das Scannen allein infiziert kein Smartphone. Gefährlich wird es erst, wenn Sie eine schädliche Website besuchen oder eine App installieren, auf die der Code verweist. Prüfen Sie deshalb immer den Link, bevor Sie ihn öffnen.
Wie viele Informationen passen in einen QR-Code?
Die größten QR-Codes fassen einige Tausend Zeichen, in der Praxis sollten Sie den Inhalt aber kurz halten. Kurze Links ergeben kleinere, klarere Codes, die schneller gescannt werden.
Jetzt wissen Sie, was ein QR-Code ist. Am besten verstehen Sie ihn, indem Sie selbst einen erstellen: Probieren Sie den kostenlosen QR-Code-Generator von QR-TH aus, scannen Sie das Ergebnis mit Ihrem Smartphone und sehen Sie selbst, wie es funktioniert.